24. März 2026 / Berichte, Sonstiges /

Musik ist nicht nur Hobby, sondern auch Leidenschaft!

Mit dem Rückblick auf das Jahr 2025 eröffnete Vorsitzende Carolin Pleß die Mitgliederversammlung im Feuerwehrhaus in Dätzingen. 

Ohne Zweifel war die Teilnahme am Wettbewerb auf der Messe Stuttgart im Rahmen der BRAWO im November ein Novum und das Highlight des letzten Jahres für alle. Das Ergeb-nis kann sich durchaus sehen lassen: der 2. Platz auf Landesebene ist ein großer Erfolg.

Die räumliche Probensituation hat sich zwar etwas verlagert, ist aber weiterhin nicht gelöst: seit Januar 2026 proben alle drei Orchester im Feuerwehrhaus Dätzingen. Aber auch hier sind wir nur Gast. Es bleibt der große Wunsch, dass bei diesem Thema endlich Ruhe einkehrt. Sie hat daher Bürgermeister Martin Thüringer und den Gemeinderat eingeladen, sich während einer Probe des Großen Blasorchesters selbst ein Bild über die Verhältnisse zu machen. Insbesondere geht es ihr darum, einen Eindruck zu vermitteln, welchen logistischen Aufwand es bedeutet, einen Proberaum häufig komplett zu räumen und alles zwischenzulagern, weil der Raum anderweitig benötigt wird. Sie appellierte, Mut zur Veränderung bei der Gemeinde im Sinne des Musikvereins zu haben. Dennoch geht ein großer Dank an die Gemeinde, dass das Große Blasorchester so lange den Graf-Ulrich-Bau nutzen durfte, da sonst kein anderer geeigneter Proberaum zur Verfügung gestanden wäre! 

Musikervorständin Stephanie Rodrigues stellte die Frage, was ein Musikverein alles so macht: nicht nur Proben, Konzerte und Auftritte bestreiten, es steckt unglaublich viel Organisation und Improvisation dahinter. Ein Verein bedeutet auch Verantwortung und ist abhängig davon, dass Personen diese übernehmen. Im Musikverein gibt es mehr Aufgaben als Ämter, jeder kann sich einbringen und mithelfen. 

Sie hat im letzten Jahr gespürt, was alles möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen. Ein Höhepunkt war aus ihrer Sicht die Masterclass mit Paul Jacot: die Musiker haben viel von ihm gelernt und neue Impulse erhalten. Vieles ist im Hintergrund großer Aufwand, zum Beispiel der Wettbewerb: der Vortrag selbst dauert nur einige Minuten, die Vorbereitungen dafür sind immens.

Für Tobias Klein, Dirigent des Großen Blasorchesters, war es ein Jahr, in dem es immer nach vorne ging und es keinen Stillstand gab. Also genau nach seinem Geschmack. In seinem Kopf sind stetig mehr Ideen entstanden, die musikalischen Erwartungen kontinuierlich gestiegen. Er freut sich, neue Dinge auszuprobieren und sieht uns musikalisch auf einem guten Niveau. 

Neben dem Frühjahrskonzert stand Ende Juli erstmals der Auftritt beim Sommer am See in Böblingen und zum Jahresabschluss das Adventskonzert auf dem Programm.

Er ging auch auf die Masterclass mit seinem Kollegen Paul Jacot ein: es war für alle interessant, Einblick in die Vorgehensweise eines professionellen Dirigenten zu erhalten.

Im gesamt-gesellschaftlichen Hinblick befinden sich die Vereine in einer schwierigen Zeit. Ein Hobby bedeutet auch Verpflichtungen: fehlende Verbindlichkeiten und Verantwortungsgefühl machen es nicht leicht.

Für Lea Schneider war es ihr letzter Bericht als Jugendleiterin, sie wird ihr Amt abgeben. Beim Frühjahrskonzert wurde Jana Frühwald als langjährige Jugenddirigentin verabschiedet. Danica Guhl ist seit Mai ihre Nachfolgerin.

Die Blockflötenkinder und die Jugendgruppe gestalteten im Juli den Nachmittag beim monatlich stattfindenden Bürger-Café im Zentrum für Senioren und Begegnung Adrienne von Bülow.

Die Jugendgruppe und das Jugendorchester fuhren im November gemeinsam auf ein Probenwochenende. In den Orchestern gibt es einen großen Zusammenhalt und Freundschaft.

Lea Schneider empfand die Aufgabe als Jugendleiterin mehr als nur ein Amt. Sie hat die Entwicklung so vieler Kinder und Jugendlichen über Jahre begleitet. René Winkelmann wird ihre Nachfolge antreten.

Die Jugendgruppe besteht laut Dirigentin Kerstin Reichenecker aktuell aus neun Kindern. Es gibt Lücken in der Besetzung, vor allem im Alt-, Tenor- und Bassbereich. Die Literatur ist gerade noch so spielbar, aber die Kinder müssen ihre Stimme selbstständig beherrschen. 

Die neue Jugenddirigentin Danica Guhl konnte nicht an wesend sein und blickte in einem schriftlich verfassten. Bericht auf ihre kurze Zeit beim Musikverein. Sie habe langjährige Erfahrung in der Leitung von Akkordeon-Orchestern. Ein
Blasorchester sei jedoch nochmal etwas ganz Anderes. Sie sei im Mai gestartet und fühle sich sehr wohl bei uns. Die Jugendlichen hätten ihr den Start leicht gemacht und sie blicke voller Vorfreude auf 2026.

Ebenfalls ihren ersten Bericht legte Kira Dräger als 1. Kassierin vor und konnte gleich ein positives Jahresergebnis vermelden. Von allen Festen und Veranstaltungen verblieb ein Gewinn, die Summe der Spenden war hoch, einige Neuanschaffungen von Noten konnten ebenfalls durch Spenden gedeckt werden. So war es möglich, unsere Ausgaben, die in erheblichem Umfang anfallen, zu decken.

Bürgermeister Martin Thüringer betonte in seinem Grußwort, dass er und die Gemeinde stolz auf den Musikverein sind. Es gibt Gemeinden, in denen die Situation der Vereine erheblich schwieriger ist und die Frage gestellt wird, ob
es künftig überhaupt noch einen Musikverein geben wird.

Natürlich ging er auch auf den Proberaum ein. Ihm ist bewusst, dass auch das Dätzinger Feuerwehrhaus aktuell nur ein Provisorium ist. Wünsche und Bedürfnisse können leider nicht immer vollständig befriedigt werden. Die Nachfolgenutzung des Feuerwehrhauses wird man zu gegebener Zeit diskutieren. Herausforderungen sind für ihn Dinge, sich zu bewähren. 

Der Musikverein leistet eine tolle Vereinsarbeit, hier wird um die Sache gekämpft und man engagiert sich.

Er beantragte die Entlastung der Vorstandschaft, die einstimmig erfolgte.